Die Gen Z entdeckt ihren grünen Daumen: Immer mehr junge Menschen begeistern sich für die Gartenarbeit. Ob im Kleingarten, auf dem Stadtbalkon oder im Hinterhof – als gesundes Freizeiterlebnis liegt das Gärtnern im Trend. Neben der Entspannung und dem Rückzug vom Alltag spielen dabei auch Themen wie Selbstversorgung eine Rolle.
Gartenschaufel statt Smartphone
Gartenarbeit galt lange als Hobby für ältere Menschen. Scheinen doch vor allem Senioren die Zeit und das Engagement für eine Tätigkeit im Grünen zu haben. Neue Studien zeigen allerdings, dass auch die Gen Z zunehmend die Vorteile des Gärtnerns entdeckt. Bei den Altersgruppen zwischen 20 und Anfang 30 erfreut es sich einer wachsenden Beliebtheit. Das mag überraschen, gelten die „Digital Natives“ doch als erste Generation, die im digitalen Zeitalter und mit sozialen Medien aufgewachsen ist und eher eine Vorliebe für virtuelle als für natürliche Räume hat. Warum tauscht nun gerade diese Generation Smartphone und Tablet gegen Gartenschaufel und Gummistiefel?
Inspiration durch Influencer
Dass gerade die digital sozialisierte Gen Z das Gärtnern für sich entdeckt, ist auf den zweiten Blick kein Widerspruch. Zur wachsenden Popularität der Gartenarbeit tragen ja gerade die sozialen Medien bei. Mit aufwendig produzierten Reels auf Instagram, Pinterest, tiktok & Co zeigen viele junge Menschen ihre grünen Außenräume und die Früchte ihrer Gartenarbeit. Blogbeiträge und Lifehacks geben praktische Tipps und zeigen etwa wie sich aus dem Balkon eine grüne Oase machen lässt oder frische Kräuter und Gemüse zuhause angebaut werden können. Internationale Gartenblogs von jungen Influencern erreichen mittlerweile über eine Millionen Follower, die sie zu eigener Gartenarbeit inspirieren.

Immer mehr junge Menschen empfinden die Gartenarbeit als inspirierend. © Sayla Brown auf Unsplash

Emotionale Ansprache: Pflanzgefäß Linetto Jardiniere. © Scheurich GmbH & Co. KG
Beitrag zur Work-Life-Balance
Gartenarbeit steht bei den Jüngeren auch für Entspannung und Entschleunigung. Das Aussäen oder Ernten von Hand, die Teilnahme an natürlichen Prozessen und die Tätigkeit im Freien bieten eine Möglichkeit für den Rückzug vom Alltag. Aktuelle Studien zeigen, dass gerade die Gen Z Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance legt. Gärtnern kann dazu beitragen, indem es für ein besseres Lebensgefühl sorgt. Die Arbeit im Garten oder auf dem Balkon macht Spaß, findet an der frischen Luft statt und vermittelt etwas über natürliche Prozesse. Für viele ist es daher eine sinnstiftende Tätigkeit und ein besonderes Erlebnis, bei dem sich relativ schnell Erfolge einstellen.
Mit Vergnügen zur Selbstversorgung
Angehörige der Gen Z haben außerdem ein großes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und eine gesunde Ernährung. Dass sich der Megatrend City Gardening insbesondere auf jüngere Zielgruppen überträgt, erscheint daher nur folgerichtig. Junge Menschen haben zunehmend Vergnügen an der Anzucht eigener Lebensmittel und sehen einen großen Sinn in der Selbstversorgung – ein urbanes Thema, das laut neueren Konsumstudien allgemein an Bedeutung gewinnt. Das Anpflanzen und Ernten von Kräutern, Früchten und Gemüse spart Geld, macht Freude und steht für einen bewussten Lebensstil. Ebenso weit vorne steht bei den Jüngeren das Thema Urban Jungle mit einer XXL-Bepflanzung von Innenräumen.

Beliebt sind bei der Gen Z unter anderem ausgefallene Pflanzensorten. © Tessa Edmiston auf Unsplash

Mit Themenwelten wie Outdoor Adventure greift die spoga+gafa Trends der Gen Z auf. © Koelnmesse GmbH
Impulse für die Gartenbranche
Doch was heißt das alles für die Gartenbranche? Zunächst einmal geht es um einen Wandel in der Kundenansprache: Auch wenn klassische Kanäle stark bleiben, gewinnt Social Media vor allem bei der Gen Z deutlich an Einfluss. Der digitale Raum sollte daher noch stärker als Plattform für Inspiration und die Generierung von Reichweite genutzt werden. Die bessere Verzahnung von Social Media und E-Commerce bleibt eine weitere Aufgabe. Auch das Wie der Kundenkommunikation sollte überdacht werden. Je mehr Zeit die Jungen im Garten verbringen, desto mehr werden sie nach neuen Impulsen, Ratschlägen oder DIY-Ideen suchen, wobei Spaß, besondere Erlebnisse und soziale Kontakte im Vordergrund stehen. Eine attraktive Inszenierung ist daher ebenso wichtig wie eine emotionale Ansprache.
Perspektiven des anhaltenden Gartenbooms
Gärtnern scheint für die Gen Z jedenfalls immer attraktiver. Jüngere Marktprognosen erwarten, dass Angehörige der Generation in diesem Jahr noch mehr Zeit mit Gartenarbeit verbringen und mehr Geld in Gartenprodukte investieren. Beliebt sind dabei zum Beispiel seltene Sorten oder Pflanzengruppen, die dem lokalen Ökosystem dienen. Auch Produkte für die Anzucht von essbarem Grün erfreuen sich einer anhaltenden Beliebtheit. Eine wachsende Nachfrage gibt es für Garten-Apps und smarte Gartentechnologie. Bei Pflanzgefäßen und Gartenmöbeln geht es um die optimale Nutzung vorhandener Flächen, denn junge Menschen haben oft kleinere Gärten oder Wohnungsbalkone.
Plattform für neue Gartentrends
Mit dem zunehmenden Bedürfnis nach Erlebnis, Entspannung und Natur wächst das Potenzial der Gen Z für den Gartenmarkt. Die spoga+gafa bietet eine zentrale Plattform, um dieses Potenzial sichtbar zu machen und nachhaltig zu heben. Als weltweit führende Fachmesse für Gartenlifestyle und BBQ kombiniert sie die ganze Produktwelt rund um das Gartenerlebnis. Mit frischen Themenwelten wie dem Format Outdoor Adventure greift sie zudem aktuelle Trends der Gen Z auf und bietet Handel, Industrie und Planung damit zukunftsweisende Impulse – denn die Jungen von heute sind auch die Zielgruppen von Morgen.
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