Aus Alt mach Neu – Gartenprodukte aus wiederverwendeten Materialien sind nicht nur individuell, sondern auch umweltschonend. Die Weiterentwicklung von Recycling und Upcycling bietet neue Optionen für ein wetterfestes Kreislaufdesign.
Altes Holz für neues Design
Unser Freizeitverhalten verändert sich: Aktuelle Studien zeigen, dass sich immer mehr Menschen in ihrer Freizeit bewegen. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach Erholung und Regeneration. Eine aktive Möglichkeit, Bewegungsdrang und Erholungsbedürfnis zu verbinden, sind Mikroabenteuer vor der eigenen Haustür. Besonders in Großstädten erfreuen sich kleine Outdoor Adventures großer Beliebtheit. Sie finden in unmittelbarer Nähe statt und sind damit einfach und günstig umzusetzen.
Endlos recycelbarer Werkstoff
Als wetterfestes Material gehört Aluminium zu den am häufigsten recycelten Werkstoffen für Gartenmöbel. Das Recycling erfordert nur einen Bruchteil der Energie, die für die Herstellung von neuem Aluminium benötigt wird – wobei das Metall im Wesentlichen unverändert bleibt. So lässt sich zum Beispiel Material aus alten Fensterrahmen oder Getränkedosen einschmelzen und mit geringem Abfall zu neuen Produkten gestalten. Weitere Vorteile für die Verwendung bei Outdoormöbeln sind das geringe Gewicht und die Rostbeständigkeit, die mit Pulverbeschichtung noch gesteigert wird.

Pflanztopf „Madera Square Eco Wood“ aus bis zu 33 Prozent natürlichen Holzabfällen. © Prosperplast

Erweiterung der Pflanzgefäß-Serie „Linetto“ mit einem hohen Anteil an recyceltem Kunststoff. © Scheurich
Neue Optionen für Altplastik
Für Hochbeete und Pflanztöpfe verwenden immer mehr Hersteller aus der Grünen Branche recycelten Kunststoff. Dieser stammt häufig aus dem Meer oder aus Haushaltsabfällen. Schon lange werden zum Beispiel Verpackungen für Getränke aus HDPE oder Polypropylen für wetterfeste und haltbare Gartenprodukte wiederverwendet. Aktuelle Verbesserungen wie eine höhere Farbbeständigkeit oder die Möglichkeit strukturierter Oberflächen erweitern die Einsatzmöglichkeiten des recycelten Materials. Kollektionen aus gebrauchtem Kunststoff gibt es mittlerweile in vielen Farben und Formen, mit Holz- und Betonoptik oder in anderen haptischen Qualitäten.
Weich und wetterfest: Recycling-Garn
Textilien für den Außenbereich müssen resistent gegen UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen sein. Moderne Garne aus recycelten PET-Flaschen sind absolut wetterfest, fühlen sich aber weich wie Wolle an. Sie kommen daher vermehrt in Polsterbezügen von Outdoorsofas oder Kissen zur Anwendung. Auch Sonnenschirm-Kollektionen verbessern mit langlebigen Recycling-Garnen aus PET ihre Nachhaltigkeit. Um Ressourcen zu schonen werden außerdem Textilabfälle in neuen Outdoormöbeln oder Hängematten für den Garten verarbeit.

Loungeset „Olympus“ mit Allwetter-Bouclé-Stoffen aus recycelten Materialien. © Life Outdoor Living

Das Upcycling von Alltagsobjekten liegt nach wie vor im Trend. © Foto von Mika Baumeister auf Unsplash
Upcycling als DIY-Trend
Weiterhin im Trend liegt auch das Upcycling gebrauchter Gegenstände. Wie aussortierte Objekte eine neue Funktion erhalten, zeigen Gartencenter und Baumärkte mit Upcycling-Workshops und DIY-Ratgebern. Dabei dienen vor allem gebrauchte Haushaltsdinge als Material für neue Projekte: Alte Leitern werden zu Pflanzregalen und ausgemusterte Blechkanister zu Blumentöpfen. Auch Holzpaletten erfreuen sich für die Umgestaltung zu Gartenbänken oder Insektenhotels einer anhaltenden Beliebtheit. Diese Umnutzung von Alltagsobjekten schont nicht nur Ressourcen, sondern ist auch eine weitere kreative Möglichkeit der Gartengestaltung.
Welche weiteren Trends es für kreislauffähige Materialien in der Grünen Branche gibt, wird die kommende spoga+gafa zeigen. Vom 22. bis zum 24. Juni 2026 bündelt die Themenwelt Living auf der Messe Angebote rund um Gartendekoration und Outdoormöbel sowie Beschattungslösungen. Internationale Aussteller präsentieren dann wieder ihre Neuheiten rund um den Gartenlifestyle.
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