Nährstoffreiche Kleinpflanzen für den Anbau in der eigenen Küche: Microgreens haben sich zum gesunden Trend beim Indoor Gardening entwickelt. Der wachsende Bedarf nach grüner Selbstversorgung in der Stadt bietet ein großes Potenzial für die Gartenbranche.
Freude am eigenen Anbau
Wer keinen Garten hat, verzichtet heute nicht auf gesunde Selbstversorgung. Indoor Gardening bietet eine trendige Alternative zur Gemüse- und Kräuterzucht im Freien. Vor allem in Großstädten wächst die Freude am Anbau von frischem Grün in der eigenen Küche. Einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen sich dabei Microgreens – junge Pflanzen und Keimlinge mit einem großen Anteil an Vitalstoffen. Frisch verzehrt bieten sie eine gesunde Nahrungsergänzung, deren aromatischer Geschmack auch kulinarisch überzeugt.

Mini-Gewächshaus „BoQube L PLUS“. © Romberg GmbH & Co. KG

Micro Garden in der Küchenschublade. © Hailo-Werk
Superfood im Kleinformat
Microgreens sind ursprünglich ein Superfood-Trend aus den USA. Aufgrund ihres Nährstoffgehalts und ihrer platzsparenden Größe eignen sich die Kleinpflanzen besonders gut für die Anzucht in Innenräumen. Gerade bei jüngeren und gesundheitsbewussten Zielgruppen finden sie großen Anklang. Als schmackhaftes Topping auf Suppen, Salaten oder Broten haben sie ihren Weg in moderne Großstadtküchen gefunden.
Anzuchthelfer für Zuhause
Für das Wachsen und Gedeihen des Mikrogrüns sorgen Anzuchtboxen, Mini-Gewächshäuser und Pflanzregale. Ein Vorteil: Die Anzucht erfolgt mit Substraten, so dass keine Erde benötigt wird. Für den Hausbedarf gibt es Starter-Sets mit Bio-Saatgut und kleinen Pflanzregalen, deren integriertes LED-Licht für optimale Bedingungen sorgt. Praktisch sind auch kleine Anzuchtboxen, mit denen das leckere Grün in die Schrankschublade passt oder direkt auf dem Küchentisch steht.
Vertikal Pflanzsysteme
Spezielle Substrate sowie Hanf- und Kokosmatten erleichtern die Anzucht von Brokkoli, Rotkohl, Radieschen oder Kresse im Kleinformat. Intelligenten Apps sorgen für die richtige Beleuchtung und Bewässerung. Eine üppige Ernte des Mikrogrüns versprechen vertikale Pflanzsystem oder Pflanzregale. Sie sparen nicht nur Platz, sondern lassen sich mit modularen Komponenten erweitern. Auch die Kombination von Microgreens und anderen Pflanzen ist so problemlos möglich.

„Harry Herbs“ Senkrechtgarten mit Pflanztopf. © Gusta Garden GmbH

Pflanzregal „Smart Garden“ mit LED-Beleuchtung. © CLICK & GROW LLC
Urbane Landwirtschaft
Aufgrund der geringen Größe und kurzen Wachstumsdauer von Microgreens ist der Anbau im größeren Maßstab rentabel. Pflanzregale werden daher heute auch als skalierbare Systeme für die urbane Landwirtschaft angeboten. Die großflächige Anzucht der Kleinpflanzen erfolgt in kompletten Vertical-Farming-Regalen mit Selbstbewässerung und smarter Belichtung. Auch Sensoren und Klimasteuerung tragen zum guten Gedeihen der Pflänzchen bei. Für den Handel oder die Gastronomie stehen so immer frische Keimlinge aus eigener Anzucht und mit kurzen Lieferketten bereit.
Mehr als Lifestyle
Experten sehen im Indoor-Gärtnern mit Microgreens nicht nur einen Lifestyletrend. Bis 2050 werden weltweit fast sieben von zehn Menschen in urbanen Räumen leben. Es gibt daher einen wachsenden Bedarf für die Versorgung mit gesunden Lebensmitteln in der Stadt. Außerdem bedienen Microgreens das wachsende Interesse an einem gesunden Lebensstil und an vegetarischer oder veganer Ernährung. So könnte das Mikrogrün eine nachhaltige Nahrungsergänzung für die Zukunft sein.
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